Alle Beiträge von JH

Neue Wege entstehen

Lagarde No°7

Erschließung der Wörthstraße – Bild vom 20.11.2020

“Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soll es aufwachsen, und ihr werdet’s erfahren, dass ich Weg in der Wüste mache und Wasserströme in der Einöde.” Jesaja 43,19

Auch wenn die Achtung vor den alten Wegen, den Traditionen und der Erinnerungskultur, in den Kulturen der Bibel eine ganz wichtige Rolle spielen; die Bibel berichtet immer wieder von den neuen Wegen, die Menschen suchen und gehen. Und hier in Jesaja 43,19 geht es um einen Weg, den Gott selbst ebnet. Auch Gott sucht neue Wege! Wir lesen von Wasserbächen, die trockenes Land bespülen, befeuchten und begrünen.

Ich bin begeistert zu erleben, dass nicht allein unsere Anstrengung in der Planung täglich Neues entstehen lässt (oder fränkisch: einwas entstehen lässt). Ich sehe, wie Gott die Dinge und die Menschen zusammen führt, die jetzt gebraucht werden. “Denn siehe”, heißt es hier. Schau genau hin. Was siehst du?

Gigantisch …

Lagarde No°6

Unglaublich, was wir da gerade so am Planen sind. Wer hätte das noch Anfang des Jahres gedacht. Kann mich mal jemand kneifen …

Neue Entwürfe sind letzte Woche fertig geworden. Hier könnt ihr mal einen Eindruck gewinnen in das Erdgeschoss. Der Gemeindesaal und -bereich ist jetzt nach Osten gerutscht. Der Saal wäre nach diesem Modell ein Anbau, der die Alte Schmiede elegant integriert…

Im ersten Stock findet sich dann noch im westlichen Flügel das studentische Wohnen. Geplant ist weiterhin, dass die jungen Menschen, die bei uns etwas günstiger wohnen als anderswo, sich in der Woche für 3-4 Stunden in unsere Gemeindearbeit einbringen.

Tagespflege = blau / Kita = orange / StaMi = grün

Nun ist unser Profi für die Bilanzierung fleißig am Rechnen. Aus verschiedenen Gründen scheint es uns sinnvoll zu sein, eine gemeinnützige GmbH (eine gGmbH) zu gründen. Allein die Verwaltung hier vor Ort erfordert das auf kurz oder lang.

Ich wiederhole mich: Unglaublich, gigantisch, was hier gerade vor unseren Augen entsteht!

Als Gemeinde präsent sein…

Lagarde No°5

Noch mehr Inspiration … Exkursion zur Friedenskirche in Neu-Ulm

Alles begann damit, dass eine Baptistengemeinde die Möglichkeit hatte, eine Ami-Kirche aus den 50er-Jahren in einem Konversionsgebiet zu erwerben. Viele neue Wohnungen und Häuser sollten dort im sog. “Wiley” entstehen. Doch wie geht das: Kirche zu sein für ein Wohngebiet, das erst im Entstehen ist? Fragen, die auch uns als Stami heute beschäftigen…

Im Keller unter der Kirche begann die Gemeinde mit einem Winterspielplatz. Diese Idee kannten wir schon aus Berlin. Was machen junge Eltern im Winter mit ihren Kleinkindern, wenn die Spielplätze vereist oder einfach nass sind?

Hier seht ihr den leeren Raum (da wir ja im Sommer da waren). An zwei Vormittagen (und mittlerweile auch einem Nachmittag) wurden die Pforten geöffnet für bis zu 60 Kindern von 0-3 Jahren mit ihren Eltern. Von vielen Eltern aller sozialen Schichten wurde das Angebot sehr gut angenommen. Da waren auf einmal Menschen an einem Ort zusammen, die normalerweise nichts miteinander zu tun hatten. Durch dieses Angebot wurde die Friedenskirche schnell bekannt “Ach, das sind doch die mit dem Winterspielplatz!”.

Auch wir (eigentlich ja alle Kirchen und Gemeinden) müssen uns fragen: Wie können wir in der Gesellschaft präsent sein? Wie nutzen wir unsere Ressourcen? Wie können wir unsere Räume zu Begegnungsräumen machen?

Was wir noch so in der Friedenskirche sehen durften?

… Fortsetzung folgt …